Zusatzbeiträge der Gesetzlichen Krankenversicherung

Allgemeines zu den Zusatzbeiträgen

Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) finanziert sich über die Mitgliedsbeiträge und Mitteln aus dem Gesundheitsfond. Reichen einer Krankenkasse diese Gelder nicht aus, kann sie individuelle Zusatzbeiträge in unbegrenzter Höhe erheben.

Seit 2011 ist dies den gesetzlichen Krankenkassen erlaubt. Verlangt eine Krankenkasse einen Zusatzbeitrag, musste dieser bis 2014 von allen Mitgliedern in gleicher Höhe gezahlt werden. Dies galt auch für Empfänger von Arbeitslosengeld II (Hartz IV). Ab 2015 ist der Zusatzbeitrag einkommensabhängig. Zusatzbeiträge müssen zusätzlich zum Beitragssatz ausschließlich vom Arbeitnehmer gezahlt werden.

Während Prämien einmal jährlich ausgeschüttet werden, fallen Zusatzbeiträge monatlich an. Wird ein Zusatzbeitrag erhoben oder erhöht, tritt das Sonderkündigungsrecht in Kraft. Das bedeutet, dass die Krankenkasse schneller gewechselt werden kann als bei einer ordentlichen Kündigung.

2014 hat keine gesetzliche Krankenkasse Zusatzbeiträge erhoben. Aufgrund einer Gesundheitsreform erheben viele Kassen 2015 einen Zusatzbeitrag.