Wer ist freiwillig versichert?

Was bedeutet freiwillig versichert?

Die ärztliche und medizinische  Grundversorgung steht jedem in Deutschland offen. Jeder wird im Notfall behandelt. Die meisten Deutschen sind pflichtversichert, das bedeutet , sie sind Mitglied der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV).  Gleiches gilt für freiwillig Versicherte.

Doch was ist der Unterschied zwischen freiwillig und pflichtversichert?

Pflichtversichert sind alle festangestellten Arbeitnehmer, freiwillig versichert sind die, die nicht mehr pflicht- oder familienversichert sind, aber weiterhin in der Gesetzlichen Krankenversicherung bleiben möchten. Wer also sein Arbeitsverhältnis auflöst und kein neues antritt, kann freiwillig weiter Beiträge an die gesetzliche Krankenkasse zahlen und ist somit weiter bei der GKV versichert. Er ist also freiwillig versichert.

Auch Selbständige können sich freiwillig versichern

Auch Berufstätige, die selbständig arbeiten, aber zuvor für mindestens ein Jahr pflicht- bzw. familienversichert waren, können sich weiterhin freiwillig bei einer gesetzlichen Krankenkasse versichern. Dies gilt auch, wenn in den vorangegangen fünf Jahren wenigstens zwei Jahre lang eine Mitgliedschaft bei der Gesetzlichen Krankenversicherung (pflicht- oder familienversichert)  bestand.

Ein schriftlicher Antrag auf freiwillige Versicherung muss spätestens drei Monate nach Beginn der selbständigen Tätigkeit gestellt werden.

Gemeinsamkeiten der Plicht- und freiwilligen Versicherung

Für freiwillig Versicherte ist der Eintritt in die Gesetzliche Krankenversicherung tatsächlich freiwillig. Auch die Wahl der Krankenkasse ist freiwillig. Ansonsten unterscheidet sich die Mitgliedschaft bei einer GKV nicht für pflicht- oder freiwillig Versicherte.  Die Beendigung des Versicherungsverhältnissen ist nur dann möglich, wenn ein Nachweis über eine anschließende (private) Krankenversicherung vorliegt.