Versicherungspflichtgrenze und Beitragsbemessungsgrenze

Versicherungspflichtgrenze und Beitragsbemessungsgrenze – ist das das Gleiche?

Nein, die Versicherungspflichtgrenze darf nicht mit der Beitragsbemessungsgrenze verwechselt werden. Im Folgenden erfahren Sie, um was es sich bei der Versicherungspflichtgrenze und bei der Beitragsbemessungsgrenze handelt und was die Unterschiede sind.

Was ist die Versicherungspflichtgrenze?

Kommen Mitglieder einer gesetzlichen Krankenkasse oder der Künstlersozialkasse über die Jahresarbeitsentgeltgrenze, auch Versicherungspflichtgrenze genannt, können sie sich entscheiden, weiterhin freiwillig gesetzlich versichert zu bleiben oder in die private Krankenversicherung (PKV) zu wechseln.

Wessen monatlicher oder jährlicher Bruttolohn also eine vom Gesetzgeber festgelegte Grenze, die Jahresarbeitsentgeltgrenze oder Versicherungspflichtgrenze, übersteigt, der ist nicht mehr pflichtversichert bei einer gesetzlichen Krankenversicherung (GKV), sondern versicherungsfrei. Damit ist die Wahl gegeben, weiterhin freiwillig oder privat versichert zu sein. Versicherungsfrei bedeutet allerdings nicht, dass keine Krankenversicherung abgeschlossen werden muss. Es muss auf jeden Fall zwischen der GKV und PKV gewählt werden.

Wie hoch ist die Versicherungspflichtgrenze?

2014 liegt die Versicherungspflichtgrenze bei einem monatlichen Bruttolohn von 4.462,50 Euro bzw. der Jahresarbeitsentgeltgrenze von einem Bruttojahresgehalt, also alle Monatsgehälter plus der Zuschläge wie Weihnachts- oder Urlaubsgeld, in Höhe von 53.550,- Euro.

Was ist die Beitragsbemessungsgrenze?

Die Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Krankenversicherung markiert eine Lohngrenze. Diese beträgt im Jahr 2014 48.600,- Euro. Wessen Bruttojahresgehalt nun so hoch ist oder die Beitragsbemessungsgrenze überschreitet, dessen GKV-Beitrag wird nicht mehr prozentual abhängig von seinem tatsächlichen Gehalt berechnet, sondern lediglich von der Beitragsbemessungsgrenze. Wer also exakt 48.600 Euro im Jahr brutto verdient, muss den gleichen Beitragssatz bei einer Krankenkasse zahlen wie jemand, der 50.000 Euro oder 100.000 Euro jährlich verdient.

Die Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Krankenversicherung gilt auch für die Pflegeversicherung.