Beitragssatz für Selbständige, Rentner und Minijobber

Beitragssatz für Selbständige, Rentner und Minijobber: Wie berechnet sich der Beitrag für besondere Personengruppen?

Die Beiträge der gesetzlichen Krankenkassen werden bis zur Beitragsbemessungsgrenze prozentual vom Arbeitsbruttoentgelt berechnet und zum Teil vom Arbeitnehmer wie vom Arbeitgeber übernommen. Allerdings gelten für Selbständige, Rentner, Minijobber und Berufstätige, deren Arbeitslohn über der Beitragsbemessung liegt, folgende Ausnahmen.

Seit 2015 gibt es neue Beitragssätze.

Selbständige

Selbständige, die freiwillig bei einer gesetzlichen Krankenkasse versichert sind, müssen 15,5 Prozent (mit Anspruch auf Krankengeld) bzw. 14,9 Prozent (ohne Anspruch auf Krankengeld) alleine Zahlen. Zur Berechnung des Beitrages werden bei den Selbständigen alle Bruttoeinnahmen (Lohn, Zinsen, Dividende, Miet-, Pachterträge, evtl. Renten) berücksichtigt. Erhält ein Selbständiger einen Gründungszuschuss der Bundesagentur für Arbeit, dient eine reduzierte Pauschale in Höhe von 1.382,50 Euro als Beitragsbemessungsgrundlage, auch wenn das tatsächliche monatliche Bruttoeinkommen höher ist.

Rentner

Ist ein Rentner versicherungspflichtig, so trägt der Rentner 8,2 Prozent seiner Bruttorente, 7,6 zahlt der Träger der Rentenversicherung. Bei ausländischen Renten muss der Rentner alleine die 15,5 Prozent tragen.

450-Euro-Job

Wer einer geringfügigen Beschäftigung nachgeht, der muss als Arbeitnehmer keine Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung zahlen – der Arbeitgeber allerdings schon und zwar 13 Prozent des Monatsbruttolohns. Ist ein Minijobber von einer Privatperson angestellt, muss dieser Arbeitgeber 5 Prozent des Monatsbruttolohns tragen.

Über der Beitragsbemessungsgrenze

Für Arbeitnehmer oder Selbständige, deren Einkommen über der Beitragsbemessungsgrenze liegt, werden die GKV-Beiträge nicht prozentual berechnet, sondern es wird exakt die Beitragsbemessungsgrenze angesetzt.