Änderungen der GKV-Beiträge 2015

Änderungen der GKV-Beiträge 2015

2015 trat eine Gesundheitsreform der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) in Kraft. Dadurch wird geregelt, dass die Beitragssätze von 15,5 Prozent auf 14,6 Prozent gesenkt wird. Davon werden 7,3 Prozent weiterhin vom Arbeitgeber und ebenfalls 7,3 Prozent vom Arbeitnehmer übernommen. Zusätzlich können die gesetzlichen Krankenkassen anstatt pauschaler Zusatzbeiträge einkommensabhängige Zusatzbeiträge in beliebiger Höhe erheben. Wie hoch diese tatsächlich ausfallen werden, bleibt den Krankenkassen überlassen. Der Gesetzgeber hat kein Limit dafür vorgesehen. Die Zusatzbeiträge liegen je nach Krankenkasse zwischen 0,3 und 0,9 Prozent. Manche Krankenkassen sehen von Zusatzbeiträgen ab.

Wegfall des Sonderbeitrags, Einführung von Zusatzbeiträgen

Der Sonderbeitrag in Höhe von 0,9 Prozent, der bislang vom Arbeitnehmer getragen wurde, entfällt, ebenso die pauschalen Zusatzbeiträge. Die neu eingeführten einkommensabhängigen Beiträge, die prozentual vom Bruttolohn berechnet werden, müssen dann vom Arbeitnehmer alleine gezahlt werden. Daran beteiligt sich der Arbeitgeber nicht.

Kritik an den Zusatzbeiträgen 2015

Diese Gesundheitsreform 2015 wird hinsichtlich des festen Arbeitgeberanteils von 7,3 Prozent bemängelt. Künftige Kostensteigerungen der Krankenkassen werden dann nur noch über die Zusatzbeiträge reguliert. Also werden alle Kostenzunahmen auf den Arbeitgeber abgewälzt.

Lob an den Zusatzbeiträgen 2015

Manche Experten nehmen allerdings an, dass die eingefrorenen Beiträge für die Arbeitnehmer, einen Anreiz schaffen können, mehr Beschäftigte einzustellen, da für sie die Kosten dauerhaft gesenkt werden.

Zudem wird erwartet, dass gesetzliche Krankenkassen, die wirtschaftlich gut dastehen, keine oder geringe Zusatzbeiträge erheben werden. Dies bedeutet für viele Versicherte niedrigere oder wenigstens gleiche Gesamtbeiträge.

Wird ein Zusatzbeitrag erhoben oder erhöht, tritt das Sonderkündigungsrecht in Kraft. Das bedeutet, dass die gesetzliche Krankenkasse schneller gewechselt werden kann als bei einer ordentlichen Kündigung. Es besteht also immer die Möglichkeit, die gesetzliche Krankenkasse zu wechseln, wenn der Zusatzbeitrag zu hoch erscheint. Ein Vergleich hinsichtlich der Zusatzbeiträge und der Zusatzleistungen ist zuvor anzuraten und kann bequem auf Kassencheck24.de durchgeführt werden.